…Charlie Sheen

„Platoon“, „Wallstreet“, „Hot Shots“…Charlie Sheen.

Ein Mann, dessen Filmographie bis 2010 wahrscheinlich wesentlich geordneter war als seine eigene Biographie. Drogenbesitz, Exzesse und Orgien standen bei ihm auf der Tagesordnung  beziehungsweise dem Mittagstisch. Dennoch, oder gerade deshalb, ist er zu einer Art Legende geworden!

„Two and a half man“, „Anger Management“…Charlie Sheen.

Nach seinem Rauswurf aus der enorm erfolgreichen Comedy-Serie „Two and a half men“ spielt Sheen nun die Hauptrolle in der neuen Serie „Anger Management“. Die Serie ist eine Anlehnung an den Film „Die Wutprobe“ (Original : „Anger Management“) mit Adam Sandler und Jack Nicholson. Charlie Sheen spielt hier einen Psychologen mit einer eigenen, von Wut bestimmten Vergangenheit. Natürlich werden die alten Themen wie „Sex“ und „Drogen“ wieder mit seinem Charakter in Verbindung gebracht (wie sollte es auch anders sein), hier aber wie es scheint, auf einem wesentlich vorsichtigerem Wege.

Wie sieht es also aus? Ist Charlie Sheen nach seinem Absturz in der Öffentlichkeit wieder auf der Siegerseite? Wird seine neue Serie ein ebenso großer Erfolg wie „Two and a half men“?

Ich wage es kaum eine Prognose zu stellen, da die Serie gerade erst angelaufen ist und ich weder eine vernünftige Einsicht in die Einschaltquoten bzw. die Kritiken hatte. Allerdings kann ich mir kaum vorstellen, dass Charlie Sheen es erneut schaffen wird einen solchen Durchbruch zu haben. Er lebt von seinem „Charlie Harper“-Image. Wenn dieses allerdings nicht bei „Anger Management“ angebracht wird, wird die Serie wohl kaum eine Zukunft haben…aber man weiß ja nie! Wie schon gesagt, er hat durch seine öffentliche Präsenz und seine Filmgeschichte einen echten Legendenstatus erhalten.

Zu „Two and a half men“ bleibt abschließend nur zu sagen, dass Ashton Kutcher kein wirklicher Charlie Sheen-Ersatz ist. Die Serie spiegelte damals einfach das Leben von Sheen wieder, mit all seinen dreckigen und wohl auch schönen Seiten. Ihn mit Kutcher zu ersetzen um noch ein wenig Erfolg mit der Serie abzustauben ist nicht der richtige Weg. „Two and a half Men“ hätte nach der durch Charlie Sheen bedingten Sommerpause einfach nicht mehr ansetzen dürfen.

„Sons of Anarchy“

Titel : Sons of Anarchy

Produzent : Kurt Sutter

Idee : Kurt Sutter

Besetzung : Charlie Hunman, John Perlman, Katey Sagal u.a

Produktionsland : USA

Episoden : 53 in 4+ Staffeln

Genre : Drama

Produktionsjahre : seit 2008

Zur Serie :

Die Serie spielt in der fiktiven Kleinstadt Charming. Jackson „Jax“ Teller (Charlie Hunman) ist Vizepräsident des Motorradclubs „Sons of Anarchy“ und der Sohn des ehemaligen Präsidenten John Teller. Dieser kam bei einem Motorradunfall ums Leben. Nach seinem Tod wurde Jax’s Stiefvater Clarence „Clay“ Morrow (John Perlman) der Anführer der Truppe und ersetze so John Teller in seiner Aufgabe als Präsident, aber auch als Vater . Als Jackson jedoch einige alte Briefe von seinem verstorbenen Vater findet, beginnt er die Vorgehensweisen des Clubs anzuzweifeln. Er strebt andere Ansichten an, hofft auf einen legaleren und friedlicheren Lebensstil. Der Club ist seit langer Zeit in illegale Waffen- und Drogenhandel verwickelt. Auch der Krieg zwischen den feindlichen Motorradclubs kollidieren mit den von John Teller angestrebten Wünschen für die Zukunft des MCs. Es kommt zu Konflikten zwischen den Mitgliedern und das Vertrauen und die Loyalität des einzelnen wird in Frage gestellt.

Eine „Komplettzusammenfassung“ ist natürlich nicht möglich, da die Serie noch produziert wird.

„Sons of Anarchy“ erinnert mich in einigen Punkten an die Serie „Sopranos“. Die dramatischen Stellen ähneln sich in beiden Serien stark und drehen sich immer um das eine Thema : Loyalität. Der Zusammenhalt und das Vertrauen in dem gezeigten Motorradclub erinnert stark an die bei den „Sopranos“ gezeigte Mafia. Die Mitglieder des Clubs sind keine Kollegen. Nein, sie sind Brüder und stellen sich gegenseitig sogar oft über die wirkliche Familie. Charlie Hunman spielt den von rechtschaffenden, sich auflehnenden Stiefsohn und Rächer. Diese gleichzeitig aggressive aber auch sympathische Rolle ist ihm einfach geradezu auf den Leib geschnitten! (An dieser Stelle verweise ich gerne auf den Film „Hooligans“,in dem Herr Hunman eine Hauptrolle spielt). Im Kontrast steht der eingerostete, alte Clay. Dieser wird durch John Perlman zu einer beeindruckenden Figur gemacht. Er steht als höchste Instanz über Jax und bringt ihn oft in einen Zwiespalt, ob er sich seinem Vater zuwenden soll, oder ob er einfach den Wegen des amtierenden Präsidenten vertrauen sollte.

Die Serie ist einfach gelungen. Sie verbindet die meisten Punkte die ich in einer Serie suche: Sie wird häufig durch ein wenig Comedy aufgelockert, ist an den entschiedenen Stellen bedrückend und sehr emotional, sie vertieft gesellschaftliche Probleme wie Armut und Arbeitslosigkeit und an erster Stelle behandelt sie Themen wie Rache und Verbundenheit zu seinen Liebsten. Ganz nach dem Motto „Auge um Auge…“

Über den Soundtrack kann ich nur sagen :“ Reinhören und genießen!“ Die Auswahl ist einfach perfekt getroffen und die Lieder erinnern stark an alte Western, allerdings auch an heutige Gangster/Ganoven-Filme. Wer also Rock, Country und Lowfi-Musik wie „The Black Keys“ oder „Curtis Stigers“ mag….hört den Soundtrack!

Besetzung : 5/5

Bild : 4/5

Musik : 5/5

Allgemein : 4,5/5

„The bond that holds this club together isn’t blood or brotherhood… it’s just fear and greed now.“ Jax Teller, Sons of Anarchy

„Reign over me“ (dt.:“Die Liebe in mir“)

Titel : „Reign over me“ („Die Liebe in mir“)

Regie : Mike Binder

Produzent : Jack Binder, Michael Rotenberg

Musik : Rolfe Kent

Kamera : Ruff T. Alsobrook

Schnitt : Steve Edwards, Jeremy Roush

Besetzung : Adam Sandler, Don Cheadle, Jada Pinkett Smith, Liv  Taylor, Donald Sutherland

Produktionsland : USA

Erscheinungsjahr : 2007

Genre : Drama

Trailer : http://www.youtube.com/watch?v=QqNPW6iPlMU

Zum Film : Das Drama beschreibt die Geschichte von zwei alten Studienfreunden, die nach mehreren Jahren wieder Kontakt miteinander aufnehmen. Alan Johnson ( Don Cheadle) ist ein erfolgreicher Zahnarzt und besitzt seine eigene Praxis. Eines Tages trifft er seinen alten Studienfreund Charlie Fineman (Adam Sandler) auf der Straße. Dieser hat bei den Anschlägen des 11.Septembers seine Frau und die beiden Töchter verloren. Charlie, gezeichnet von den tragischen Ereignissen, lebt in seiner völlig eigenen Welt. Er vermeidet soziale Kontakte und verlässt nur ungern seine Wohnung. Er hat kaum Familie und den Kontakt zu seinen Schwiegereltern seit dem Unfall abgebrochen. So vermeidet er zunächst auch den Kontakt zu Alan und dessen Frau und Kindern. Doch nach und nach gewährt Charlie Alan einen Einblick in sein von Paranoia und Neurosen gesteuertes Leben. Sie werden wieder Freunde und Alan wird zu Charlies wichtigstem Vertrauten. Nach einer Weile erleidet Charlie Fineman jedoch einen Zusammenbruch und richtet eine Waffe auf zwei Polizisten. Es wird sofort verhaftet und vor Gericht gestellt. Nun soll in einem Prozess entschieden werden, ob Charlie in der Lage ist alleine zu leben oder ob er unter psychologische Obhut genommen wird….

An dieser Stelle breche ich die Zusammenfassung des Films ab, da ich nicht die Leute verärgern will, die den Film noch sehen möchten.

Hier meine Einschätzung des Films:

Als ich das erste Mal von „Reign over me“ hörte und die Besetzung sah, dachte ich,  dass Adam Sandler einfach kein Dramen-Material ist. Damit will ich nicht sagen, dass er ein schlechter Schauspieler ist oder ich alle seine Werke irgendwie schlecht finde. Im Gegenteil! „Die Wutprobe“ oder „The Wedding Singer“ waren durchaus gute und amüsante Filme! Ein Drama erfordert meiner Meinung nach jedoch einen ganz besonderen Charakter, und tatsächlich sind dazu einige Schauspieler ungeeignet. Nicht so Herr Sandler! Ich war fasziniert von seiner Darstellung des verwirrten, einsamen und ängstlichen Witwers.

Auch Don Cheadle ist hier goldrichtig in der Besetzung. Er spielt einen sehr sympathischen und erfolgreichen Zahnarzt, der vielleicht eine etwas zu unterwürfige Rolle im Leben spielt, diese jedoch durch Charlies Hilfe nach und nach ablegt. Cheadle überzeugt in der Rolle als helfende Hand und Stütze im Leben von Chalie Fineman.

Als dritter Hauptdarsteller sollte die Szenerie benannt werden. Die Stadt New York ist im Film überaus einnehmend  abgebildet. Die Fahrten auf Charlies Motorroller durch eine herbstliche Nacht, vorbei am Timesquare und dem Central Park, lassen einen für einen kurzen Moment die Probleme der beiden Hauptfiguren vergessen und lenken die Gedanken nur auf die Strecke, die die beiden zurücklegen.

Ein weiterer,  sehr positiver Aspekt: die Tragik der Hauptrolle wird zwar perfekt übermittelt, die Geschichte an sich geht jedoch nicht zu stark auf den eigentlichen Auslöser (9/11) ein. Der Tod der Familie steht klar im Vordergrund, die Ursache wird allerdings nur kurz thematisiert.

Zum Soundtrack : Der Titelsong des Films ist klar an den Filmtitel selber angelehnt : „Love Reign O’er Me“ von „The Who“. Er hat im Film eine sehr entscheidende Rolle und dadurch gewinnt der Zuhörer einen ganz anderen, wesentlich emotionaleren Blickwinkel auf das Lied. Auch die restlichen Klänge, Songs oder sogar Jamsessions der beiden Hauptdarsteller werden sehr gut und an den entscheidenden Stellen verwendet.

Abschließend ist meiner Meinung nach nur zu sagen, dass man einen Film nicht vorschnell auf Grund der Besetzungsliste beurteilen sollte. Adam Sandler hat mich, wie bereits gesagt, positiv überrascht! Einige Szenen waren gewohnt lustig, andere Szenen sehr dunkel und emotional!

Wenn ich dem Film also eine abschließende Bewertung geben müsste….hier ist sie :

Besetzung : 4/5

Bild : 5/5

Musik : 4/5

Allgemein : 4,5/5

„He likes you Alan, you know why? Because you know nothing about his family.“ Sugarman,Reign over me

…Und Den Finde Ich Auch Nicht Schlecht!

Vorwort… Wofür?

Autor?…Wohl kaum!

Poet!…Auch nicht!

Egal, wer erwartet hier auch lyrische Meisterwerke? Ich bin nur hier um euch meinen Filmgeschmack näher zu bringen. Um euch zu zeigen, was meiner Meinung nach gut ist, aber nicht wirklich von der Öffentlichkeit beachtet wird und was eher unbeachtet bleiben sollte!

…eine Vorgeschichte muss her! Etwas, das euch glauben lässt dass meine Meinung nicht doch vollkommen unbegründet ist!

Ich bin allerdings kein Kritiker, mein Stift ist nicht mein Schwert und ich bekämpfe keine böse kommerzielle Filmindustrie mit meinem Block und meinen revolutionären, freien Gedanken! Nein…ich sammle Filme. Ich sehe sie mir gerne an und diskutiere gerne über diese. Ich habe mir schon so einige angesehen und bin langsam der Meinung, dass ich einschätzen kann ob sie wirklich gut sind oder einfach nur…nun ja… Müll sind!

Also,genug von mir! Lasst die Spiele beginnen!

„Aber Mr. Wayne, die Gäste werden bald eintreffen.“ – „Halt sie bei Laune bis ich wieder da bin. Erzähl ihnen diesen einen Witz, den du kennst.“ -Batman Begins